Erneuerbare Energie clever einsetzen – Sonne, Wind und Erde nutzen

Saubere Energie

Erneuerbare Energien – das sind: Energie aus nachhaltigen Quellen, wie Wasserkraft, Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme. Im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern Erdöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle sowie dem Kernbrennstoff Uran verbrauchen sich diese Energiequellen nicht. Sie sind erneuerbar und damit kontinuierlich verfügbar.

Der Energiewendeverein meint:
Erneuerbare Energien sichern die Energieversorgung der Zukunft und schützen unser Klima. Sie steigern Umsatz und Beschäftigung, regional, bundes- und weltweit. Doch im Landkreis Starnberg ist ihr Anteil viel zu gering. Das wollen wir ändern.

Hier finden Sie aktuelle Zahlen, Daten und Fakten, die den ökologischen und ökonomischen Nutzen von Erneuerbaren Energien belegen.

15 %

des verbrauchten Stroms im Landkreis Starnberg stammen aus „Erneuerbaren“ (2017).

11 %

Anteil der „Erneuerbaren“ im Landkreis Starnberg (2017)

3168

Photovoltaik-Anlagen im Landkreis Starnberg (2018)

42 %

des verbrauchten Stroms in Deutschland kommen von Erneuerbaren Energien (2019).

17 %

Anteil Erneuerbare Energie in Deutschland (2019)

Mein Tipp

Die Realisierung der Windräder in der Gemeinde Berg kam zustande, weil sowohl der Gemeinderat als auch ich als damaliger Bürgermeister das Vorhaben zu 100% unterstützten. Für so ein Projekt müssen die richtigen Leute am richtigen Ort zur richtigen Zeit zusammenkommen. Es ist sowohl ökonomisch als auch ökologisch ein toller Erfolg. Mit gleicher Intensität wie in Berg vorangetrieben wären Windräder noch an weiteren Standorten im Landkreis möglich. Alle wissen, dass es so nicht weitergehen kann und darf, wie wir die letzten Jahrzehnte mit Energiethemen umgegangen sind. Es wurde nämlich viel darüber geredet, aber nicht gehandelt.

Rupert Monn

Viel Luft nach Oben im Fünfseenland

Der aktuelle Energiebericht für den Landkreis Starnberg zeigt, wie wenig erneuerbare Energien Bürger*innen, Firmen und Verwaltung bisher bei uns im Fünfseenland einsetzen: Nur 11 Prozent stammen aus regenerativen Energieträgern. Somit fußen fast 90 Prozent des Energieverbrauchs auf fossilen Energieträgen – wie seit Jahrzehnten! – Das wollen wir ändern, und zwar durch Förderung vor allem von

Bei der Verteilung der Energieträger, beispielsweise beim Wärmeverbrauch, kann man deutlich erkennen, dass außer einer marginalen Verschiebung von Öl zu Gas der Energiemix keine Veränderung erfahren hat (Grafik 2). Auf den Energie-Mix beim Stromverbrauch im Landkreis Starnberg wirken sich die vier Berger Windräder (ab 2016) äußerst positiv aus (Grafik 3). Verglichen mit dem bundesweiten Anteil von 42 Prozent „Erneuerbare“ hinkt der Landkreis Starnberg mit seinen 14,5 Prozent jedoch immens hinterher.

Wo bleibt der Plan, hier aufzuholen oder sogar Vorreiter zu werden? – Mit Aktionen und Informationen schiebt der Energiewendeverein dabei an.
Fossile und regenative Energieträger im Vergleich – Landkreis Starnberg

Grafik 1: Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtverbrauch (2017)

Anteil EE am Waermeverbrauch 2017

Grafik 2: Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch 2017 (gg. 2013)

Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch

Grafik 3: Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch

Bringen’s die Erneuerbaren?

Ja, denn Erneuerbare Energien können – technisch gesehen – Atomenergie, Kohle, Erdöl und Erdgas ersetzen und unsere Energieversorgung sicherstellen. Und wir können die Klimaziele erreichen. Klingt erbaulich! – Doch das Gelingen hängt laut Fachleuten des Fraunhofer Institut ISE von der Gesellschaft – also von uns allen – ab. Die ISE-Forscher haben die Frage: „Was muss bis 2050 passieren, damit wir unsere CO2-Emissionen bei Verkehr, Elektrizität, Prozess- und Gebäudewärme um mindestens 95 % senken?“ in 4 Szenarien für die Energiewende beantwortet. Auf das „Wie“ geht auch Prof. Volker Quaschning, Elektrotechniker an der HTW Berlin und Mitbegründer der Scientists for Future e.V. ein, und zwar im Auszug aus seinem Buch „Erneuerbare Energien und Klimaschutz“. Lesenswert!

Erneuerbare als Arbeitgeber

378.000 Menschen in Deutschland sind im Sektor Erneuerbare Energien tätig. Die meisten davon arbeiten im Bereich Bioenergie (128.900), Windenergie (117.900) und  Solarenergie (100.500). Bayern ist dabei größter Arbeitgeber mit 68.850 Beschäftigten in Solar-, Bio-, Windenergie, Geothermie und Wasserkraft. Hinzu kommen noch 10.000 Arbeitsplätze bundesweit  für öffentliche Forschung und Verwaltung.

Um die Erneuerbaren Energien weiter voranzutreiben, steckte man hierzulande 61,2 Mio Euro in die Forschung. Die gesellschaftliche Akzeptanz der „Erneuerbaren“ in der Nachbarschaft liegt deutschlandweit bei durchschnittlich 64%. Diese und weitere Daten bündelt die Seite der Agentur für Erneuerbare Energien.

Den Jahresreport „Föderal Erneuerbar“ können Sie unter www.unendlich-viel-energie.de herunterladen.

Günstiger als mit Konventionellen

Viele Menschen denken, dass Strom aus erneuerbaren Quellen teurer ist als konventionell erzeugte Energie. Stimmt offenbar nicht. Denn Berechnungen von Experten legen nahe, dass die Vollversorgung mit regenerativen Energien sogar günstiger ist als mit konventionellen. Das Fraunhofer-Institut für solare Energiesysteme ISE hat in einer Studie nachgerechnet und die Berechnung offengelegt:

Stromgestehungskosten für erneuerbare Energien und konventionelle Kraftwerke an Standorten in Deutschland, 2018; Quelle: Fraunhofer ISE

Wertvolle Tipps

Sie können vieles tun – fangen Sie einfach irgendwo an! Tipps für Ihren Alltag, Konsum oder Ihre Mobilität finden Sie auf den folgenden Seiten.

www.co2online.de

Als gemeinnützige Gesellschaft engagiert co2online sich seit 2003 für den Klimaschutz, gibt praktische Energiespar-Tipps und bietet kostenlose Online-Energieberatungen an.

www.utopia.de

Leicht umsetzbare Tipps, animativ verpackt rund um Haushalt, Gesundheit oder Konsum liefert das UTOPIA-Redaktionsteam. Sein Ziel: Die Menschen motivieren, den jeweils nächsten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu tun.

www.bund.net

Die Seite des BUND e.V. – einer der großen Umweltverbände Deutschlands – gibt praktische Tipps für ein Leben im Einklang mit der Natur.

Umweltbundesamt

Auch das Umweltbundesamt UBA hält hilfreiche Umwelttipps für den Alltag bereit.

Saisonkalender für Kommunen

52 witzige und nützliche Ideen enthält der Saisonkalender. Er richtet sich an engagierte Aktive in Kommunen, die die UN-Nachhaltigkeitsziele einfach umsetzen wollen.